Early Birthplaces

Explore the history of European blast furnaces from 1800

Early Birthplaces > Zabrze > Einführung der modernen Hochöfen im Jahr 1796

Im Jahr 1796 wurde die Königliche Schmiede von Gliwice fertiggestellt. F. Reden übernahm die Aufsicht, J. Baildon, der Prüfer Schultze und F. Wedding leiteten die Arbeiten. Durch die Lage am Fluss Kłodnica war die Versorgung mit ausreichend Wasser zum Betrieb der Gebläseschachtöfen gesichert. Der Hochofen war der erste in Oberschlesien und der dritte in Europa, der mit Koks befeuert wurde. Dieses wurde aus Kohlen aus dem "Królowa Luiza"-Bergwerk in Zabrze erzeugt. Anfangs wurden die Kohlen über Land transportiert. Dann wurden sie in Schleppkähnen über den neu gebauten Kłodnica-Kanal befördert. Der Hochofen war 12,8 m hoch und hatte ein Volumen von 40 m³. Der Form nach ähnelte er den Holzkohle-Hochöfen. Die Produktion umfasste bis zu 2,5 Tonnen Roheisen pro Jahr, wofür jährlich 4500 Tonnen Eisenerz, 5300 Tonnen Kohle und 800 Tonnen Flussmittel gebraucht wurden. Im Jahr 1798 wurde die Königliche Eisenschmiede um eine Gießerei und eine Gusseisenschmiede erweitert. Es wurden die ersten Flammöfen mit Kuppelofen für das Schmelzen von Gusseisen in dieser Region errichtet. Die Herstellung von Dampfmaschinen begann 1800, die Herstellung von Kanonengeschützen und Munition im Jahr 1804. Die Anlage verfügte auch über eine eigene Siederei. Die Erfahrungen, die man durch den Betrieb der Hütten von Gliwice sammeln konnte, trugen zur Modernisierung der Metallurgie in Oberschlesien bei.