Sammlung
Der Grundstock der Sammlung bestand aus dem geretteten Teil des Bestandes des Związkowe Muzeum Górnicze in Sosnowiec (1948-1972). Dank Nachforschungen in Archiven, Bestandsaufnahmen vor Ort sowie Ankäufen und Schenkungen konnte die Sammlung ergänzt werden und zählt derzeit rund 32.000 Ausstellungsstücke. Der wichtigste Teil der Sammlung umfasst technische Ausstellungsstücke der einzelnen Bereiche der Bergbauindustrie: Bergbau, Wasserhaltung, Belüftung, Transport, Beleuchtung, Vermessung und Informationsübermittlung. Anhand dieser Exponate wird die Entwicklung der technischen Errungenschaften von einfachen Werkzeugen und Mechanismen bis hin zu komplizierten Gerätschaften mit Dampfmaschinen und Elektromotoren verdeutlicht. Wertvolle Ausstellungsstücke (einschließlich einer einzigartigen Sammlung von technischen Zeichnungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert) sowie geologische Sammlungen (mit faszinierenden Belegstücken aus dem Karbon in Form von Fossilien) decken dabei nur einen Teil des Themas Bergbau ab. Auch Kultur und Zivilisation sind damit untrennbar verbunden. Dies verdeutlicht die Sammlung anhand von Uniformen und Insignien, welche mit der Schutzheiligen der Bergleute, der Heiligen Barbara, in Verbindung stehen. Die ethnografische Sammlung zeigt das alltägliche Leben der schlesischen Grubenarbeiter. Das Thema Schlesien und Bergbau wird dem Besucher nähergebracht durch: Gemälde, Zeichnungen, Drucke und Bildhauerei (neben anderen ausgesprochen interessanten Skulpturen aus Kohle). Gezeigt werden auch Sammlungen aus Medaillen, Krüge und Musikinstrumente.
Museumsgebäude
Das Museum ist im Gebäude der ehemaligen Starost-Verwaltung untergebracht, welches im Jahr 1874 in verschiedenen Stilen erbaut wurde. Die letzte Erweiterung (1906) wurde von dem Berliner Architekten Arnold Hartmann geplant. Das Gebäude verfügt über eine der interessantesten Innenausstattungen der Stadt, darunter ein riesiges zweigeschossiges Vestibül mit einem Treppenaufgang aus Holz und einem Raum mit Buntglasfenstern – einst der Sitzungssaal des Landesgerichts – mit einem farbig gestalteten Gewölbe aus Holz.