Early Birthplaces

Explore the history of European blast furnaces from 1800

Early Birthplaces > Zabrze > „Królowa Luiza” – Kohlebergwerk-Museum

„Królowa Luiza”
Historisches Kohlebergwerk

Bereich Kohlebergbaumuseen

Ul. Wolnoƛci 410
41-800 Zabrze, Polen
Tel. +48 (032) 370 11 27

Historisches Bergwerk mit 200jähriger Tradition
Noch funktionierende Dampffördermaschine - einzigartig in Europa
1,5 km langer unterirdischer Rundgang
Demonstration schwerer Abbau- und Fördertechnik
Unterirdische Eisenbahnfahrt

Allgemeine Informationen
Montag - Freitag: 09.00 – 14.00 Uhr
Sonntag: 11.00 Uhr

Auf Anfrage können Besichtigungen zu verschiedenen Zeiten vereinbart werden.

Besucher buchen bitte Einzel- und Gruppenbesichtigungen im Voraus über unser Büro, Tel. +48 (032) 370 11 27.

Unter Tage befindet sich das Wirtshaus "Guibald", in dem traditionelle schlesische Küche serviert wird,
Tel. +48 (032) 370 17 77.

www.muzeumgornictwa.pl

Eintrittspreise
Normal - 10 PLN
Ermäßigt - 8 PLN
Führung (auf Polnisch) - 30 PLN

Sie können die über bzw. unter Tage gelegenen Bereiche unseres historischen Kohlebergwerks unabhängig voneinander besichtigen.

Das Museum ist Mitglied im Polnischen Verband der unterirdischen Touristenrouten ("Stowarzyszenie Podziemne Trasy Turystyczne Polski").


Geschichte des Bergwerks
Das Kohlebergwerk "Królowa Luiza" ist eines der ältesten in Oberschlesien. Die Arbeiten wurden im Jahr 1791 aufgenommen. Erkundungen ein Jahr davor führten zur Entdeckung des Kohlevorkommens in der Umgebung von Zabrze. Der Betrieb des Bergwerks ist eng mit dem in der Bergbau-Verwaltung tätigen Fryderyk Wilhelma von Redena verbunden, der als bedeutender Förderer der Industrie in Schlesien galt. Dank seiner Bemühungen und Initiative wurden zahlreiche Industrieanlagen gegründet, darunter die Königliche Eisengießerei von Gliwice, ein Hauptabnehmer der Kohle aus Zabrze. Das staatliche Bergwerk erhielt den Namen der Frau des Königs Fryderyk Wilhelm. Es galt als eines der größten und modernsten in Europa. Waren es anfänglich 120 Tonnen Ertrag pro Jahr, so konnte diese Zahl 100 Jahre später auf 3,3 Millionen Tonnen angehoben werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt das Bergwerk den Namen "Zabrze". Im Jahr 1973 war das Bergbaugebiet Zabrze-Zachód (Zabrze-West) erschöpft. Die Gebäude wurden 1993 in das Denkmalregister von Katowice aufgenommen. Denn die industriellen und technologischen Eigenschaften sind landesweit von historischem Wert. Sie stehen in der Obhut des Kohlebergbau-Museums und bilden das "Królowa Luiza" Kohlebergwerk-Freilichtmuseum.

Das Kohlebergwerk besteht aus zwei Teilen:
 
Der Bereich über der Erde
Der Maschinenraum sowie die Gebäude mit den Antriebswellen und der Schaltstation liegen rund um den alten "Carnall"-Schacht. Besucher haben die Möglichkeit, den Schacht und die Signalverbindungsvorrichtungen zu besichtigen, die Aufhängevorrichtungen für den Förderkorb zu begutachten und eine Rettungsstation vor Ort sowie das Innere einer 6-kV-Schaltstation zu besuchen. Die Hauptattraktion des Kohlebergwerks ist eine einzigartige 2000ph-Freidampf-Fördermaschine aus dem Jahr 1915, die im 503 m tiefen "Carnall"-Schacht eingesetzt wurde. Der Motor der Fördermaschine verfügte über 2 Zylinder von rund 1 Meter Durchmesser und eine Koepe-Scheibe mit einem Durchmesser von 6 Metern. Die Maschine ist mit einer Rangierbremse und mit einer Notbremse ausgestattet. Darüber hinaus verfügt sie über einen Teufenzeiger aus dem Jahr 1928 und ein selbstregistrierendes Tachometer aus dem Jahr 1915. Die Maschine ließ die Förderkörbe mit einer Geschwindigkeit von 10 m/s und bei einem Dampfdruck von 12 - 8 hinab. Bei einer Teilnahme an der Führung können Besucher sich in die romantische Zeit der Dampfmaschinen zurückversetzen, wenn diese auch der fernen Vergangenheit anzugehören scheint. Das Kohlebergwerk beherbergt heute auch das Schlesische Oldtimer-Museum des Autoclubs. Der gesamte Komplex wird von einem 25 Meter hohen Förderturm aus Stahl überragt.
 
Der Bereich unter der Erde
Dieser Teil erstreckt sich dort, wo einst der "Wyzwolenie"-Schacht lag. Der Bereich umfasst Grabungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Besucher gehen bis auf eine Tiefe von 35 Metern unter die Erde und dort durch Stollen von insgesamt 1560 Metern Länge. Die modernen Grabungen sowie die aus dem 19. Jahrhundert liegen auf verschiedenen Ebenen, die miteinander durch Schrägstollen verbunden sind. Bei einem Besuch des Bergwerks kann man die verschiedenen Entwicklungen der Bergbautechnologie bewundern – von einem Pfeiler mit Kurzstreb aus dem 19. Jahrhundert bis hin zu modernen Maschinen und Schrämausrüstungen. Ein unvergessliches Erlebnis stellt sicher die Besichtigung und Teilnahme an der Vorführung von Arbeiten mit Bergbauausrüstung dar. Dazu zählen Kohlenhobeln, Meißel-Ladermaschinen und Streckenvortriebsmaschinen. Darüber hinaus lernen Besucher auf dieser Erkundungstour verschiedene Arten von Stollenverkleidungen, die Transportleitungen für die abgebaute Kohle und Bergbauschienenfahrzeuge kennen. Eine durch einen Einsturz zerschmetterte Verkleidung erinnert an die Gefahren im Bergwerk. Die Heilige Barbara, deren Bild in einer kleinen unterirdischen Kapelle aufgestellt ist, grüßt die Besucher zum Abschied.